Kathrin Stirnemann


XCE World Champion 2014

Cyprus Sunshine Cup – Afxentia Stage Race

Am vergangenen Donnerstag reiste ich zusammen mit meinem Team nach Zypern. Bereits am Freitag stand mit dem Zeitfahren auf der XCO Strecke die erste Etappe vom „Afxentia Stage Race“ auf dem Programm.

Ich kannte die Strecke noch vom letzten Jahr und wusste, dass sie mir eigentlich ganz gut liegt mit den vielen Rhythmuswechsel und technischen Passagen.

Es galt also eine Runde so schnell wie möglich zu fahren. Ich fühlte mich noch etwas müde von der Reise am Vortag, doch mit dem 7. Rang und nur 25 Sekunden Rückstand aufs Podest war ich zufrieden.

 

Die zweite Etappe am Samstag war ein sogenanntes Point to Point Rennen, eine 41km lange Strecke mit einem sehr langen Aufstieg und einer coolen Singletrailabfahrt wieder ins Ziel hinunter.

Ich fühlte mich super und von Anfang an hatte ich keine Mühe in der Spitzengruppe mitzufahren. Als es dann in einem etwas steileren Anstieg eine Tempoverschärfung gab fiel die Gruppe auseinander und ich schnappte mir das Hinterrad der Italienischen Meisterin Eva Lechner. Wir fuhren den Aufstieg zusammen an 6. Und 7. Position und ich war selber überrascht, wie gut ich mich fühlte. Etwa 4km vor dem höchsten Punkt des Rennens begann auf einmal meine Schaltung zu überschnappen. Es wurde immer schlimmer und schlussendlich konnte ich fast nicht mehr fahren, da die Gänge nur noch auf und ab sprangen auf der Kassette. Ich versuchte die Schaltung einzustellen, doch es wurde nicht besser. So verlor ich den Anschluss an Eva und ich musste die steilen Passagen hoch laufen. Etwa 500m vor dem höchsten Punkt, wo zugleich eine Tech-Zone positioniert war, riss dann meine Kette.

Zu Fuss erreichte ich dann die Tech-Zone, wo Ralf, unser Teammanager, mir eine neue Kette montierte und ich konnte das Rennen wieder aufnehmen.

Leider warf mich der Defekt aus den Top Ten Positionen raus und so beendete ich das Rennen schliesslich auf dem enttäuschenden 12. Rang.

 

Ich habe auch in der Gesamtwertung viel Zeit verloren und rutschte auf dem 11. Zwischenrang zurück.

 

Am Sonntag stand noch das letzte Rennen, ein normales Cross Country Rennen, auf dem Programm. Mein Ziel war es, so viel Zeit wie möglich gut zu machen und mich in der Gesamtwertung mindestens noch in den Top 10 zu platzieren.

 

Mir gelang ein solides Rennen und ich wurde wieder Siebte. In der Gesamtwertung reichte dies für den 10. Rang.

 

Schade, dass ich am zweiten Tag so Pech hatte, doch besser durch einen Defekt zurückgeworfen werden, als durch eine schlechte Form.

 

Zusammen mit dem Team bleibe ich noch eine weitere Woche in Zypern und am kommenden Sonntag steht dann noch mal ein Cross Country Rennen auf dem Plan bevor ich zurück in die Schweiz fliege um bereits die aller letzte Woche der Rekturtenschule anzugehen.