Kathrin Stirnemann


XCE World Champion 2014

Heimspiel als Europameisterin

Am vergangenen Wochenende fand in Gränichen der BMC Racing Cup statt. Das eingespielte OK stellte wie immer einen top organisierten Event auf die Beine. Die Strecke war nicht nur für uns Fahrer sehr attraktiv, sondern auch für die Zuschauer war sie spektakulär.

Eine Woche nach meinem EM Titel im Heimatdorf ein Weltklasse Rennen zu bestreiten war natürlich besonders schön. Ich freute mich auf die vielen Zuschauer und auf ein spannendes Rennen. Kurz vor dem Startschuss wurde ich noch vom Regierungsrat Alex Hürzeler mit einem Blumenstrauss geehrt für meinen Europameister Titel. 

Die Blumen gab ich rasch wieder zurück, denn nun hiess es vollste Konzentration und noch 30 Sekunden bis zum Startschuss. Ich kam gut weg und den langen Teeranstieg hoch machten meine Teamkollegin Adelheid Morath und Esther Süss schon mächtig Dampf. An vierter Position ging ich in die erste Abfahrt. An der Spitze machte sich Jolanda Neff bereits in der ersten Runde auf und davon und fuhr einem souveränen Start-Zielsieg entgegen.

 

Ich reihte mich zusammen mit der Polin Maja Wloszcsowska und Esther Süss auf den Positionen 2 bis 4 ein. Schon bald verlor Esther jedoch den Anschluss und so waren es noch Maja und ich, die um die Podiumsplätze kämpften. Im Zickzackanstieg erhöhte Maja das Tempo und fuhr einen Vorsprung von ca. 10 Sekunden heraus. In den letzten drei Runden fuhren wir beide extrem konstante Zeiten. Ich sah Maja immer vor mir, doch es gelang mir einfach nicht die Lücke zu schliessen.

Am Schluss kam ich mit 12 Sekunden Rückstand auf die Polin auf dem dritten Rang ins Ziel.

 

Es war echt ein tolles Rennen. Ich fühlte mich gut und spürte die grosse Unterstützung des Heimpublikums. So macht das Rennenfahren Spass ;) Ich möchte mich an dieser Stelle noch mal herzlich bedanken bei alles lautstarken Fans am Streckenrand.

 

Nachdem ich die erste Saisonhälfte erfolgreich bestritten habe, gönne ich mir nun ein paar Tage „Urlaub“ zu Hause. Ende Monat werde ich dann für drei Wochen ins Engadin reisen um mich in der Höhe auf die zweite Saisonhälfte vorzubereiten.