Kathrin Stirnemann


XCE World Champion 2014

Sunshine Cup Amathus – 5. Rang

Heute stand das letzte Rennen hier auf Zypern auf dem Programm. Die Strecke kannte ich schon von den beiden letzten Jahren und ich freute mich auf das Rennen auf der eher ruppigen Strecke mit vielen Singletrails.

 

Ich erwischte einen schnellen Start und konnte mich ans Hinterrad meiner Teamkollegin Adelheid Morath hängen. Bereits in der Startrunde fuhren wir einen kleinen Vorsprung von etwa 10 Sekunden heraus.

Gerade als wir auf die erste von vier Runden einbogen, verklemmte sich meine Kette zwischen dem Rahmen und dem kleinen Ritzel vorne.  Ich musste absteigen um die Kette zu befreien und schnappte mir dann das Hinterrad meiner anderen Teamkollegin Sabine Spitz.

Zusammen fuhren wir die ersten beiden Runden auf den Positionen vier und fünf. In der dritten Runde konnten wir zu den beiden Ghost-Mädels Kathrin Leumann und Alexandra Engen aufschliessen und von da an wurde es taktisch. Ghost gegen Haibike im Kampf um die Plätze 2 und 3 und es wurde sich nichts geschenkt.

Leumann  verlor den Anschluss irgendwann und Sabine und ich konnten Engen, die sich in einem der Singletrails etwas absetzte, wieder einholen.

 

Zu dritt gingen wir auf die letzte Runde. An der Spitze fuhr Adelheid ein souverän einsames Rennen und Sabine und ich wollten den Wunsch unseres Staffs, ein reines Haibike-Podium, natürlich verwirklichen. Die Chancen dafür standen gut. Sabine setzte sich im ersten Aufstieg der letzten Runde einwenig ab und ich klebte immer noch am Hinterrad von Engen. Im zweitletzten Aufstieg attackierte ich und konnte mich erfolgreich von Engen absetzten.

Es schien als würde unserem Team-Podium nichts mehr im Wege stehen. Doch in der Abfahrt verklemmt sich meine Kette wieder so blöd zwischen Rahmen und dem kleinen Ritzel, dass ich erneut stoppen musste um die Kette zu befreien und wieder aufs Ritzel zu legen.

Es dauerte so lange, bis ich die Kette endlich befreien konnte, dass mich Engen und auch Leumann wieder überholten. So ging ich als Fünfte in den allerletzten Aufstieg und konnte den Rückstand nicht mehr aufholen.

 

Der 5. Rang ist unter diesen Umständen eher enttäuschend, doch das gute Feeling heute und den Doppelsieg meiner Teamkolleginnen machen mich trotzdem happy.

Ich möchte mich bei meinem Team für die tolle Zeit hier in Zypern bedanken. Das Rennglück wollte zwar noch nicht auf meiner Seite sein, doch mein Gefühl ist gut.

 

Mit einer guten Form im Gepäck werde ich am Dienstag nach Hause fliegen und die kommenden zwei Wochen noch mal nutzen um mich auf den Saisonstart in Deutschland und der Schweiz optimal vorzubereiten.

Der nächste Renneinsatz wird am 1. April (kein Scherz) in Bad Säckingen beim Auftaktrennen der Deutschen Bundesliga sein.